Mittwoch, 17.08.2022 10:30 Uhr

9 Euro Ticket und übervolle Züge an Wochenenden 13.06.22

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Goettingen, 13.06.2022, 23:05 Uhr
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Lass die Bahnfahrt möglichst schnell vorbeigehen denken sicherlich einige Fahrgäste
Lass die Bahnfahrt möglichst schnell vorbeigehen denken sicherlich einige Fahrgäste  Bild: Charisma Training / Pixabay.de

Goettingen [ENA] Wie sagte es lt. NDR Info ein Bahnsprecher. Mehr Fahrgäste hätten die Nahverkehrsmöglichkeiten mit dem 9 Euro Ticket genutzt. Von Chaos könne keine Rede sein. Nur 0.1 % der Fahrgäste hätten nicht mit den vorgesehenen Zügen aufgrund der Auslastung fahren können.

So klingt es aus dem Munde eines Vertreters der Bahn, der uns schon früher erklärt hat, wie pünktlich die täglich zuhauf verspäteten ICE Züge eigentlich fahren, indem einfach die Regionalzüge, die zu fast 100 % pünktlich sind, zu den ICE Zügen zugezählt wurden und dann eine Schnittmenge gebildet wurde. Anders gesagt, das bis heute anhaltende fatale Ergebnis der Unpünktlichkeit wurde eben mal aufgewertet. Aber lassen wir doch mal die Fahrgäste und Zugbegleiter zu Wort kommen, die zeigen und reden von der echten Lage in den Zügen. Zum Beispiel erklärt ein Zugbegleiter, das mit einem Zug standardmäßig um die 100 Fahrgäste fahren, derzeit sind es rund 1000.

Oder das ein Zugchef die Durchsage macht, das er die Türen nicht schließen kann und wenn nicht einige Fahrgäste von den Türen gehen er die Polizei rufen wird und den ganzen Zug räumen läßt. Fahrgäste wiederum beklagen die teilweise massive Enge in den Zügen, man bekäme kaum Luft, besonders Kinder leiden darunter. Man steht quasi Bauch an Bauch, in Coronazeiten besonders sinnvoll, Masken können aufgrund der schlechten Luft teilweise nicht getragen werden, Ticketkontrollen sind unmöglich. Dazu kommen lange Fahrzeiten mit mehreren Umstiegen, so das eine Fahrt nach Sylt schon mal 8 Stunden dauern kann.

Ein Fahrgast glaubt am späten Nachmittag schon gar nicht mehr daran, an diesem Tag noch nach Sylt zu kommen. Und ja, es mußten Züge geräumt werden, es gab natürlich Überfüllungen und verbale Übergriffe. Und ein Problem bei der Bahn sind die vielen Fahrräder am Wochenende und Kinderwagen, die eben viel Platz benötigen. An einem Tag gab es rund 700 Meldungen über verschiedentliche Störungen bei der Bahn. So zum Beispiel drastische Verspätungen der Bahnen, die sich schon mal schnell auf 2 Stunden bilanzierten und so den Umsteigeplan einiger Fahrgäste gehörig durcheinander wirbelten. Und tatsächlich gab es wenige Fahrgäste, die sogar die Nacht am Bahnhof verbrachten, um sich Vorteile bei der Bahnfahrt zu verschaffen.

Das sind so die ersten und zweiten Eindrücke von der ohne Chaos verlaufenden 9 Euro Bahnfahrten. Klar, wenn ich mitten in der Woche fahre, ist die Lage eher entspannt. Warten wir auf die langen Sommerferienzeiten, meine Prognose dazu: Die Bahn wird mit vielen Fahrgästen zu kämpfen haben. Und wer noch nicht gefahren ist kann sich bei TikTok schonmal ein Bild von überfüllten Bahnhöfen und Zügen machen, das macht Lust auf mehr. Ende des Updates. Den kompletten Bericht können Sie hier lesen: http://www.politikforum.eu .

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