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Händels Messias: Respekt und Achtsamkeit (rmf)

Verantwortlicher Autor: Michael Scheuermann Wiesbaden , 27.06.2022, 19:28 Uhr
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Wiesbaden [ENA] „Das Oratorium übertrifft bei weitem alles, was je in dieser Art in diesem oder einem anderen Königreich aufgeführt worden ist“, schrieben die Zeitungen, als Georg Friedrich Händels Oratorium „Messias“ 1742 uraufgeführt wurde. Händels „Messias“ ist nicht nur eines der wichtigsten Werke der abendländischen Musikgeschichte, es ist gleichzeitig auch ein musikalisches Denkmal der christlichen Kultur.

Das "Halleluja" aus Händels "Messias" ist ein absoluter Chor-Hit. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte dieses Songs allerdings gar nicht glorreich - denn Georg Friedrich Händel geriet oft leicht in die Klemme. Das kam daher, dass der selbstbewusste Topstar unter den Komponisten gerne aneckte. „Das Oratorium übertrifft bei weitem alles, was je in dieser Art in diesem oder einem anderen Königreich aufgeführt worden ist“, schrieben die Zeitungen, als Georg Friedrich Händels Oratorium „Messias“ 1742 uraufgeführt wurde. Händels „Messias“ ist nicht nur eines der wichtigsten Werke der abendländischen Musikgeschichte, es ist gleichzeitig auch ein musikalisches Denkmal der christlichen Kultur.

Das Oratorium „Messias“ (HWV 56) zeigt einmal mehr die Kraft des Meisters. Das Oratorium vertont die christliche Glaubenslehre auf der Basis der King-James-Bibel und des Book of Common Prayer. Das Oratorium wurde im Sommer 1741 komponiert und am 13. April 1742 in Dublin uraufgeführt. Das Werk gehört bis heute zu den populärsten Beispielen geistlicher Musik des christlichen Abendlandes. Es umfasst in drei Teilen die christliche Heilsgeschichte, beginnend mit den alttestamentlichen Prophezeiungen von Propheten wie Jesaja, das Leben Jesu, der als Erfüllung der Prophezeiungen gesehen wird, seine Geburt, seinen Tod am Kreuz und sein erhofftes zweites Kommen.

Nach den Vorstellungen des „Messias“ verließ Händel im August Dublin und kehrte nach London zurück. Im Vergleich mit der enthusiastischen Aufnahme in der irischen Hauptstadt war die Etablierung des Oratoriums im Londoner Konzertbetrieb problematischer. Schon bei „Israel in Egypt“ hatte es Stimmen gegeben, die die Wiedergabe von Bibelworten in einem profanen Theater kritisierten. Beim „Messias“ kam hinzu, dass Zitate aus den Evangelien für eine Abendunterhaltung verwendet wurden – mit der Folge, dass noch Jahre später das Werk als blasphemisch verurteilt wurde.

Händel selbst dirigierte den „Messias“ viele Male. Er modifizierte das Oratorium oft, um es dem aktuellen Bedarf anzupassen. Folglich kann keine Version als „authentisch“ angesehen werden, und viele weitere Änderungen und Arrangements wurden in den folgenden Jahrhunderten hinzugefügt – zum Beispiel Der „Messias“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1789. Das Oratorium von Georg Friedrich Händel „Der Messias“ findet in der Basilika im Kloster Eberbach am 7.7.2022, um 20 Uhr statt. Karten sind beim Karten- und Infotelefon 0 67 23 / 60 21 70 zu erwerben.

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